Aktuelles aus dem Kreistag

16.09.2010

2. Naturkundliche Exkursion der DSÖF

DIE Soziale Ökologische Fraktion führte unter dem Motto: "Was wir kennen, das schätzen wir und was wir schätzen, das schützen wir" die 2. Botanische Exkursion im Landkreis unter Führung von Brigitte und Jürgen Adler von der Arge Flora Nordschwaben durch.  Diesmal wurde die Flora der Liederberger Heide in Augenschein genommen.
Im Laufe der Jahrtausende, durch Kalt- und Warmzeiten und vor allem durch den Menschen, entstanden Trockenrasen, die bei uns Heiden genannt werden. Um diese wertvollen Flächen, die für 35 Prozent der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen Lebensraum sind, zu erhalten, sind Maßnahmen nötig. Die beste Pflege zur Erhaltung der wertvollen Heiden unseres Landkreises leisten die Schafe und Ziegen der Wanderschäfer. Voraussetzung ist die Freistellung der Magerrasen, damit eine bessere Beweidung ermöglicht wird. Anhand einer Aufnahme vor zwei Jahren konnte das Ergebnis der Arbeiten, die eine Monheimer Gruppe unter der Leitung von Horst Mack mühevoll durchgeführt hat, erläutert werden. Die Arbeiten wurden zusammen mit dem Forst und dem Büro Weiß & Weiß abgeklärt.

Als Beispiel für die Wunder der Natur wurde der Große Wiesenknopf vorgestellt: Er ist die Wirtspflanze für den Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, einer stark gefährdeten Schmetterlingsart, die im Landkreis nur noch an wenigen Stellen vorkommt.  Da dieser Schmetterling einmal auf den Großen Wiesenknopf angewiesen ist und zudem für seine Entwicklung eine bestimmte Ameisenart braucht, die ihn "großfüttert", hat er bei den häufigen Mähterminen kaum noch eine Chance.

Die Exkursion zeigte das vorläufige Ergebnis der Heide-Allianz des Landkreises. Die Grundlagen dieser Allianz wurden in der Agenda21-Fachgruppe "Das Ries im Wandel" gelegt, die im Jahre 2007 in drei Sitzungen intensiv an der Vorbereitung des ersten Heide-Forums in Huisheim mitwirkte. Landrat Stefan Rößle, der Kreistag, die Untere Naturschutzbehörde und auch der Regierung von Schwaben stehen voll hinter dem Projekt "Heide-Allianz".

Von: Hubert Renelt