Aktuelles aus Wemding

Pressemitteilung zum Artikel "Pläne für zwölf Sozialwohnungen" vom 6.Juli 2016

Auch die Wemdinger Frauenliste und die Grünen sind für Sozialwohnungen in Wemding; dem Plan vom Bürgermeister und seiner Verwaltung konnten wir nicht zustimmen, da zu viele wichtige Fragen und Punkte unserer Meinung nach ungeklärt sind: Wie soll z.B. mit maximal 45.000 Euro Mieteinnahmen im Jahr ein Bauwerk mit Kosten von knapp 2 Millionen Euro finanziert werden? Erst nach mehr als 30 Jahren hätte die Hospitalstiftung ihr eingesetztes Geld wieder zurückbekommen. Nicht berücksichtigt sind dabei Reparaturkosten, Verwaltungskosten, Verzinsungen, Inflation usw. Auch ein Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro, welches ja ebenfalls Steuergelder sind, wird da nicht mit kalkuliert.

Des weiteren müsste die Hospitalstiftung für die Finanzierung ihre gesamten Bar-Rücklagen einsetzen und einen zusätzlichen Kredit aufnehmen. Damit würde die Hospitalstiftung die nächsten Jahre relativ handlungsunfähig werden; eine Pleite (und nachfolgender Auflösung) der 1100jährigen Stiftung ist dadurch nicht ausgeschlossen.

Die Bereitstellung von Sozialwohnungen ist Aufgabe der Stadt, zu den Aufgaben der Hospitalstiftung gehört sie, unserer Auffassung nach, nicht. Nachdem auch das Grundstück im Eigentum der Stadt ist, ist nicht einzusehen, weshalb die Hospitalstiftung alleine das finanzielle Wagnis für diesen Neubau tragen soll und die Stadt sich von den wirtschaftlichen Risiken zurückzieht.

Andere Möglichkeiten, wie Sozialwohnungen evtl. günstiger in Wemding geschaffen werden könnten, wurden anscheinend nicht geprüft, bzw. im Stadtrat vorgestellt.

Weshalb unternimmt die Stadt nicht selber solch eine Unternehmung? Eine Erklärung wäre natürlich, dass die Stadt kein eigenes Geld mehr hat; allein die Neuverschuldung im letzten Jahr betrugen rund 600.000 Euro, was eine Steigerung der Gesamtschulden um knapp 10% in einem Jahr entspricht. Die nächsten Jahre sehen nicht viel besser aus.

Wenn die anderen Stadträte diesen Plänen zustimmen können, ist das ihre Sache und schön für den Bürgermeister und die Verwaltung. In unseren Augen wird dadurch versucht, einen unausgereiften Wunsch ohne Rücksicht auf Verluste im Eilverfahren durchzudrücken.

Mit "sozialer Kälte" hat unsere Entscheidung sicherlich nichts zu tun, eher damit, daß wir nicht nibelungentreu die Vorgaben der Obrigkeit ungeprüft übernehmen, unsere Verpflichtung der Hospitalstiftung gegenüber ernst nehmen und uns mehr an den Realitäten orientieren.

Werner Waimann für Bündnis90/Die Grünen Wemding

Der Weg mit den Barrieren

Was ist Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit umfasst mehr als Rampen, abgesenkte Bordsteine oder die Tonsignale an der Ampel. Barrierefreiheit bedeutet: Alle Aspekte unseres Lebens müssen so gestaltet sein, dass sie die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen und damit auch von Menschen mit dauerhaften körperlichen, seelischen, kognitiven oder Sinnesbeeinträchtigungen genutzt werden können. Das gilt für öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungen und medizinische Einrichtungen ebenso wie für Verkehrsmittel, Straßen und Plätze, aber auch für Informations- und Kommunikationsmedien.

Warum ist Barrierefreiheit wichtig?

Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht. Wann immer Menschen auf Hindernisse stoßen, bleibt ihnen die volle Teilhabe an der Gesellschaft verwehrt - und damit ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden, eine freie Berufswahl oder die Gestaltung der Freizeit nach ihren Interessen. Nicht nur Rollstuhlfahrer, blinde oder hörgeschädigte Menschen und Menschen mit Lernschwierigkeiten sind auf Barrierefreiheit angewiesen. Eine Welt ohne Barrieren nutzt uns allen: einer wachsenden Zahl Älterer ebenso wie kleinen Kindern, Eltern mit Kinderwagen und allen, die vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder nur wenig Deutsch sprechen.

Tippelschritt für Barrierefreiheit statt großer Wurf

"Wemding soll barrierefrei werden!"

Das ist der Tenor der Stadtverwaltung und des Stadtrates.

Klingt erst mal gut, aber

  • für die ersten 200 Meter des westlichen Gehweges an der Mangoldstraße vom Rathaus bis zur Stadtmauer werden 200.000 Euro gebraucht. Es wurden aber nur 100.000 Euro für den Posten "Barrierefreie Altstadt" pro Jahr eingestellt. Deshalb wird dieser Ausbau auf zwei Jahre "gestreckt"

  • In der Altstadt von Wemding gibt es noch weitere ca 2,2 km Gehwege, die ebenfalls saniert werden sollten. Bei einer Investitionssumme von 100.000 Euro für 100 Meter/Jahr würde dies also noch bis ins Jahr 2038 dauern.

  • Plätze, wie zum Beispiel der Marktplatz, sind gar nicht berücksichtigt worden.

  • Die Straßenbeläge (Kopfsteinpflaster) werden nach vorliegender Planung nicht verändert.

  • Auch ist kein Geld eingeplant, um die öffentlichen Gebäude (Verwaltung, Bücherei, Rathaus usw.) barrierefrei zu bekommen.

Wir fordern deshalb eine massive Erhöhung der Gelder und Anstrengungen, um hier in Wemding in einer überschaubaren Zeit diese teilweisen unüberwindlichen Schranken wirklich zu beseitigen. Also:

Weg mit den Barrieren!

Kinoabend am 03.März 19:30: Der Bauer und sein Prinz

Kinoplakat: Der Bauer und sein Prinz

Prinz Charles hat eine Vision: Er will die Welt ökologisch ernähren und zeigen, dass man mit nachhaltiger Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten kann. Dieses Ziel verfolgt er gemeinsam mit seinem Farmmanager seit mehr als 30 Jahren auf der Duchy Home Farm in Wales. Aus ganz Großbritannien pilgern Bäuerinnen und Bauern hierher und holen sich den Mut und das Wissen zur Umstellung ihrer eigenen Landwirtschaft. Der Film "Der Bauer und sein Prinz" zeigt: ökologische Landwirtschaft ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch eine echte betriebswirtschaftliche Alternative.

Der Grüne Ortsverband Wemding lädt am Donnerstag, den 03. März um 19:30  Uhr zu diesem ungewöhnlichem Filmabend in die Wemdinger Lichtspiele, Theaterstraße, ein, an den sich eine Gesprächsrunde mit Expertinnen und Experten der Landwirtschaft anschließt. Zu Gast sind:

  • Sigi Hagl, Landesvorsitzende von Bündnis90 / Die Grünen
  • Peter Gramm, Bio-Bauer aus Megesheim

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Stadtrat sagt "nein" zu neuer Asylunterkunft

Der Stadtrat Wemding hat in seiner Sitzung vom 8.September das sogenannte "gemeindliche Einvernehmen" für das Vorhaben, im ehemaligen Hotel Ambiente eine Unterkunft für Flüchtlin­ge und Asylbewerber einzurichten, mit großer Mehrheit abgelehnt.

Ich bedauere diese, für mich aus menschlichen Gründen nicht nachvollziehbare, Entscheidung. Es wird dadurch wieder wertvolle Zeit vertan, in der Flüchtlinge menschenwürdig untergebracht werden können. Turn­hallenbelegungen sind mit Sicherheit keine Lösung; diese werden aber kommen - auch in Wem­ding, falls keine andere Unterkunft vorhanden sein sollte.

Damit wenigstens etwas Positives bei dieser Stadtratssitzung für die Flüchtlingsarbeit heraus­kommt, habe ich mein Sitzungsgeld an die "Aktion Deutschland Hilft", Projektzweck "Hilfe für Flüchtlinge in Deutschland" gespendet.

Wenn auch Sie spenden wollen:

Spendenkonto
Aktion Deutschland Hilft e.V.
DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft

oder unter: www.aktion-deutschland-hilft.de

 

Werner Waimann, Stadtrat Bündnis90 / Die Grünen

EINE FLÜCHTLINGSGESCHICHTE - IN WEMDING

Zekarias Kebraeb las aus seinem Buch "Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn"
Zekarias Kebraeb las aus seinem Buch "Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn"

Auf Einladung der Wemdinger Grünen erzählte der eritreische Flüchtling, Buchautor und Oppositionelle Zekarias Kebraeb im vollbesetzten ehemaligen Gasthof Ambiente in Wemding seine Fluchtgeschichte und las aus seinem Buch "Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn".
Ortsvorsitzender und Stadtrat Werner Waimann begrüßte unter den rund 70 Besuchern Ehrenamtliche des Helferkreises, Kreis- und Stadträte und eritreische Flüchtlinge.
Kebraebs Geschichte steht für die Geschichte vieler Flüchtlinge. Als Jugendlicher floh er mit 17 Jahren vor der Militärdiktatur Eritreas über den Sudan, die Sahara, Libyen und das Mittelmeer nach Europa.
An diesem Abend kam ein stattlicher Geldbetrag an Spenden zusammen, die an den Wemdinger Helferkreis "Wir mit Euch" übergeben wurden. Für das Geld wurden Deutschkurs-Unterlagen für die Flüchtlinge gekauft.

07.07.2013

Ortsvorstand für zwei weitere Jahre bestätigt

Im Rechenschaftsbericht des Vorstands wies Werner Waimann auf die Vielzahl der Aktivitäten des grünen Ortsverbandes (u.a. zum BOS-Sendemasten im Gerichtsholz, zum Übertrittsdruck an der Grundschule, für eine barrierefreie und...